„Ich habe so viel zu tun, dass ich den Bewohnerinnen und Bewohnern kaum gerecht werden kann.“

Karim (34), Altenpfleger in einer stationären Einrichtung

Ich bin Karim, zweifacher Papa und Altenpfleger in einer Einrichtung mit zwei Wohnbereichen. Meine Arbeit mache ich aus Überzeugung und mein Ziel ist es, mich als Palliativbegleiter fortzubilden – für mich ist es furchtbar zu sehen, wie viele Menschen alleine sterben müssen. Momentan ist es leider aber so, dass für die Ausbildung kaum Zeit übrig ist. Erst letztes Jahr habe ich wegen unseres Umzuges in die Einrichtung gewechselt. Jedoch frage ich mich, wie ich hier wirklich ankommen soll. Z.B. liegen wichtige Informationen zu den Bewohnern häufig einfach nicht vor.

Gleichzeitig ist das Dokumentationssystem in der Einrichtung komplett veraltet, wodurch immer wieder Fehler passieren. Und wenn dann ein Fehler vorkommt, wird er entweder verschwiegen oder zwar ausgesprochen, aber daraus keine Notwendigkeit abgeleitet, das System endlich mal zu erneuern. Nachdem in den letzten Monaten ein ständiges Kommen und Gehen von Kollegen zu bemerken ist, nimmt die Arbeitsverdichtung stetig zu und ich bin oft an meiner Belastungsgrenze. Egal ob Feierabend, Wochenende oder Urlaub, in meinem Kopf dreht sich meistens alles um die Arbeit und dem Gefühl, dem Pflegeanspruch immer weniger gerecht zu werden. Dadurch mache ich mir dann schwere Vorwürfe, auch noch in meiner Rolle als Vater zu versagen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder in einer Welt aufwachsen, in denen ihr Vater so sehr mit seinem eigenen Stress beschäftigt ist, dass sie sich hinten angestellt fühlen. Ich muss unbedingt lernen, wieder abschalten zu können und mich aber auch aus dem Teufelskreis aus Selbstvorwürfen zu befreien.

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, könnten die folgenden Trainings vielleicht hilfreich für Sie sein.

Trainingsvorschläge

An wen richtet sich das Training?

Das Training richtet sich an Pflegekräfte, die sehr kritisch gegenüber sich selbst sind, über eigene Fehler oder Rückschläge oft lange grübeln und sich dadurch häufig unzulänglich fühlen.

Was erwartet mich?

    Sie lernen z.B.

  • wie Sie mit perfektionistischen Tendenzen und Erwartungen von außen umgehen können,
  • wie Sie selbstverurteilende in selbstunterstützende Gedanken umwandeln können,
  • achtsam zu sich zu sein und aufmerksamer auf die eigenen Stärken zu werden,
  • sich auch dann etwas Gutes tun zu dürfen, wenn etwas nicht so gelaufen ist wie gewünscht.

Ist das Training wirksam?

Das Training nutzt bewährte Methoden und Techniken, die sich als wirksam erwiesen haben. In einer aktuellen Studie wird die Wirksamkeit von Nama untersucht.

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An wen richtet sich das Training?

Das Training richtet sich an Mitarbeitende und Führungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen, die zu einer gesundheitsförderlichen Organisationskultur beitragen möchten.

Was erwartet mich?

Als Trainingsteilnehmer*in lernen Sie

  • wie die Kultur in einer Pflegeeinrichtung mit der Gesundheit der Beschäftigten zusammenhängt
  • grundlegende Kommunikationstechniken kennen
  • Möglichkeiten zur Mitgestaltung eines positiven Arbeitsklimas kennen, in dem Wertschätzung, Unterstützung und Fürsorge groß geschrieben werden
  • Konflikte in der Einrichtung aktiv anzugehen und zu bewältigen
  • was eine gute Fehlerkultur ausmacht
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An wen richtet sich das Training?

Das Training richtet sich an Mitarbeitende und Führungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen, die ihre Arbeit und ihr Privatleben besser in Einklang bringen möchten.

Was erwartet mich?

Als Trainingsteilnehmer*in lernen Sie

  • wie Sie trotz ungünstiger Arbeitszeiten in der Pflege Ihr Privatleben zufriedenstellend gestalten können
  • wie Pausen bei der Arbeit Ihnen helfen können, Ihr Privatleben zufriedenstellend zu gestalten
  • wie Sie Arbeit und Privatleben gedanklich besser voneinander abgrenzen können
  • wie Sie Ihre freie Zeit optimal gestalten
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